Microsoft setzt sich jetzt für Linux ein

Microsoft setzt sich jetzt für Linux ein

Microsoft
Microsoft tritt dem Open Invention Network (OIN) bei. Der Vereinigung gehören inzwischen weit über 2000 Firmen an, darunter Google, IBM, Red Hat, Suse, SAP, Daimler, Ford und Toyota. Die Mitglieder versprechen sich gegenseitig ihre jeweiligen Software-Patente zu überlassen und wollen sich so in einer immer komplexeren, Software-definierten vor langwierigen, innovationshemmenden und teuren Patentklagen schützen. Microsoft bringt mit seinem Beitritt laut der Ankündigung von Corporate Vice President Erich Andersen 60.000 Patente in den OIN-Patent-Pool ein.2016 der Beitritt zur Linux Foundation, heute der Beitritt zum Open Invention Network: Seit Steve Ballmer 2001 Linux als Krebsgeschwür beschimpfte, hat sich die Einstellung in Redmond gründlich gewandelt.
Foto: MicrosoftÜberraschend ist der Beitritt von Microsoft auf den ersten Blick vor allem deshalb, weil es eigenen Aussagen zufolge eine der wichtigsten Aufgaben der OIN ist, Linux zu verteidigen und überhaupt erst zu ermöglichen. Microsoft-Manager Anderson spricht etwas verharmlosend davon, dass es kein Geheimnis sei, dass es in der Vergangenheit zwischen Microsoft und der Open Source Community in Bezug auf Software-Patente "Reibungen" gegeben habe. Der Beitritt in die Gruppe der Linux-Verteidiger sei aber lediglich Ausdruck der vor allem im Laufe der vergangenen zwei Jahre stark gewandelten Sicht bei Microsoft auf Linux und Open Source allgemein.Damals, im November 2016, trat ....


Als Stationen der seitdem vollzogenen Wandlung nennt Andersen das Programm Azure IP Advantage, wodurch Open Source Software risikolos für Azure-Services genutzt werden kann, die Anwendung von GPLv.3-Prinzipien auf GPLv.2-Code zusammen mit Red Hat und anderen Firmen sowie den Beitritt zum LOT Network. Dessen Mitglieder setzen sich gegen den Missbrauch von Patenten zum Beispiel durch Patent-Trolle ein.Lesetipp: 20 Jahre Open Source"Bei Microsoft gehen wir davon aus, dass Entwickler keine Entweder-oder-Wahl zwischen Windows und Linux oder .NET und Java wollen. Sie wollen Cloud-Plattformen, die alle Technologien unterstützen", so Andersen."Die Open Source Business Alliance begrüßt ausdrücklich die gestrige Freigabe des kompletten Patentportfolios von Microsoft für 'Linux Systeme'. Über das Open Invention Network (OIN) wird es damit für alle Open-Source-Anbieter möglich, sich vor jeglichen negativen Auswirkungen dieser Patente zu schützen und gleichzeitig offensiven Patentinhabern gemeinsam entgegenzutreten", erklärt Holger Dyroff, Vorstand der Open Source Business Alliance e.V. (OSBA) auf Anfrage von ChannelPartner."Die aus der Beteiligung von Microsoft am Open Invention Network entstehende Rechtsklarheit ist für alle Anbieter und Anwender von Open Source-Lösungen von Vortei", erklärt Holger Dyroff, Vorstand der Open Source Business Alliance e.V. .

Schreibe einen Kommentar

* Copy This Password *

* Type Or Paste Password Here *